Gefühls.verwirrungs.chaos.zeugs

I belong to you.



Es ist ein gutes Gefühl. Endlich wieder zu wissen, wo man wirklich hingehört. Und ich weiß es wieder.

Ich gehöre zu meinem Freund. Er liebt mich. Er vergöttert mich. Er würde alles für mich tun. Was bitte will man mehr als Frau? Jedenfalls nicht einen ständig besoffenen Macho, der seinen Kopf ständig nach den größten Tussis unter dem Sternenhimmel umdreht und dabei noch nervtötende Sprüche klopft.

Das Wochenende mit Schatz war anfangs echt schwierig. Wie ich ja schon geschrieben hatte, verglich ich seine Ansichten anfangs ständig mit den Ansichten des anderen. Anfangs konnte ich es wirklich nicht ertragen, wenn er mich in den Arm nahm oder mich küssen wollte. Anfangs dachte ich die ganze Zeit an ihn.

Doch dann wurde mir gestern endlich bewusst, wie sehr er sich um mich bemüht. Er hat freiwillig Dinge mit mir gemacht, die er sonst nie gern getan hat bzw. immer nur unter Gemeckere. Das hat mir gezeigt, dass er mir zuliebe auch Opfer bringt. Und gestern Abend sind wir zusammen weggegangen, er hat ein paar meiner Freunde kennen gelernt - meiner Freunde, nicht die von Phil. Und sie haben ihn akzeptiert, mit aufgenommen. Das war wichtig und ein gutes Gefühl. Die Nacht hat er sich um mich gekümmert, als ich besoffen war und er nüchtern, weil er fahren musste. Und irgendwann, mitten in der Nacht, waren wir beide wach, weil Vollmond war und es extrem hell war und alles - und da habe ich ihm ein Märchen erzählt. So kitschig. Aber so süß - und etwas, was ich nur mit ihm kann.

Aber natürlich, es kam wie es kommen musste, heute, gerade als Schatz drin war, um sein Zeug zusammenzupacken, weil er wieder los musste, und ich zufällig am Fenster vorbei ging, sah ich ihn. Den anderen. Ich mein, das ist doch mal wieder typisch mein Leben, oder?! Diese Begegnung hat mich erstmal wieder völlig aus der Bahn geworfen. Mein Herz fing anzupochen, meine wiedergewonnene Sicherheit schien zu verschwinden. Ich wollte einfach weinen und lief ins Bad. Mir war klar, dass er da war, um Phil abzuholen. Wie auch immer, im Bad waren die Fenster auf, so dass nicht zu überhören (und zu übsehen) war, wie die beiden (also er & Phil) über unseren Hof gegangen sind und erstmal mein Auto besichtigt haben. Oo Ich dachte mir wirklich, ich wäre im falschen Film. Ich mein, die ganze Zeit lässt er sich nie hier blicken, und dann ausgerechnet heute, wo mein Freund da ist. Naja, jedenfalls kommentierte er mein Auto relativ positiv und fragte dann: "Und wem gehört das Auto?" Und zeigte auf das Auto meines Freundes.
Oh nein, war alles, was ich denken konnte.
Mein Bruder antwortete: "Das gehört Markus." (= mein Freund).
Ich starrte ihn an und sah tatsächlich Verwirrung in seinem Gesicht.
"Markus?"
"Der Kerl meiner Schwester."
"Ah, achso."
Irgendwie klang das total überrascht. Als würde er nicht wissen, dass ich einen Freund hab. Oo Aber hallo?! Er hat ihn sogar schon gesehen, zwei Mal. Zwar nur kurz, aber trotzdem. Jeder weiß, dass ich einen Freund hab.
Jedenfalls fragte er noch, mit merkwürdig klingender Stimme (soweit ich das beurteilen kann): "Der ist wo da?" Nein, sein Auto steht aus Spaß vor der Tür. Was interessiert ihn das denn bitteschön?!
Irgendwie verwirrt mich das, ziemlich. Bzw. hat mich verwirrt.

Bis mein Freund gefahren ist, ich ihn zum Abschied geküsst hat und mir auf einmal klar wurde, dass ich ihn viel mehr vermissen werde in den nächsten 2,5 Wochen als irgendwen anders.

Ich . . . gehöre zu meinem Freund. Und das ist gut so. Und falls er tatsächlich geglaubt hat, dass wir nicht mehr zusammen sind, dann ist es ganz gut, denke ich, wenn er es jetzt weiß. Falls er am Sonntag in irgendeiner Form gemerkt hat, dass ich mich zu ihm hingezogen gefühlt habe (haha, denn die Kerle merken sowas bei mir immer extrem schnell & ich war nicht gerade sehr unauffällig ), weiß er nun, dass es nur Einbildung war. Denn immerhin habe ich einen Freund.

Ich fühle mich . . . okay. Noch nicht super, noch nicht überschwänglich gut gelaunt, aber einfach mal wieder okay. Entwirrt. Die nächsten 2,5 Wochen verbringe ich in einem Hotel in Spanien, ganz in der Nähe von Verwandten von mir. Endlich Urlaub machen. Abschalten. Und ihn endgültig aus meiner Gefühlswelt verbannen.

Btw, danke an euch alle, dass ihr mir so viele Ratschläge gegeben habt.
17.8.08 18:27
 


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bisher 2 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Sommerregen / Website (17.8.08 18:34)
Hey,
das freut mich für dich, dass du Gewissheit gefunden hast =).
Liebe Grüße,
Sommerregen


Sommerregen / Website (17.8.08 18:55)
Hey,
nein er kann eigentlich nichts dafür, weil es halt ne Krankheit ist.
Trotzdem ist es halt manchmal ziemlich schwer damit umzugehen, eben weil man nicht weiß, wie man reagieren soll ohne ihn noch agressiver zu machen . Er redet da auch nicht so gerne drüber...er ist ein perfektionistischer Mensch und ich glaube sein ADS ist ihm peinlich .

Ich freu mich wirllich für dich . Schön, wenn du ihn wieder lieben kannst und nicht ständig im Kopf bei nem Anderen bist =).
Liebe Grüße,
Sommerregen

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